Absenkmessung

Wo die Messung des Kippspiels nicht möglich ist, empfehlen wir die Absenkmessung. Dabei liegt der Schwerpunkt aus den Lastkombinationen innerhalb des Laufkreisdurchmessers des Lagers. Das Belastungsprinzip ist in Bild 3 dargestellt.

Bild 3: Belastungsprinzip der Absenkmessung
Bild 3: Belastungsprinzip der Absenkmessung

Gemessen wird zwischen der unteren Anschlusskonstruktion und dem mit der Oberkonstruktion verschraubten Lagerring (Bilder 4, 5).

Bild 4: Prinzipieller Aufbau der Absenkmessung mit Tiefenmessschieber
Bild 4: Prinzipieller Aufbau der Absenkmessung mit Tiefenmessschieber

Bild 5: Prinzipieller Aufbau der Absenkmessung mit Fühlerlehre
Bild 5: Prinzipieller Aufbau der Absenkmessung mit Fühlerlehre

Der Ablauf ähnelt dem bei der Messung des Kippspiels:

  • Auch hier werden bei der Inbetriebnahme des Gerätes Referenzwerte ermittelt.
  • Von einer festgelegten Position aus werden die Messpunkte am Umfang markiert.

In geeigneten Zeitabständen sollte nach Überprüfung der Lagerbefestigungsschrauben eine Wiederholung der Kippspiel- oder Absenkmessung unter gleichen Bedingungen durchgeführt werden. Die jeweilige Differenz zur Referenzmessung gibt den zwischenzeitlich eingetretenen Verschleiß an. Bei ansteigenden Verschleißwerten sollte in kürzeren Abständen gemessen werden.

Vorteil: Durch die eindeutige Bewertung des Lagerzustandes können verschlissene Teile rechtzeitig ausgetauscht werden. Zusammen mit einem optimalen Ersatzteil-Management können daher Schadensfälle und längere Stillstandszeiten vermieden werden.

Hinweis: Werden die zulässigen Verschleißwerte überschritten, empfehlen wir eine Stilllegung des Gerätes.